Über uns

"Glücklicherweise bekommt man immer den Hund,
den man braucht,
auch wenn es selten der ist, von dem man dachte,
dass man ihn wollte."

Als wir unseren ersten Labrador "Barni" aus dem Kennel Ålflasker aus Dänemark bekamen, war das für uns alle etwas ganz Besonderes. Allein schon der erste Besuch beim Züchter, wo wir schon am Gartentor von drei sehr freundlichen Labbis begrüßt und ins Haus geleitet wurden, bevor wir überhaupt einem der ebenso netten Menschen begegneten, war wie ein Besuch bei Freunden.

 

Es gab ein gemeinsames typisches dänisches Frühstück in der Familienküche und wir waren die ganze Zeit inmitten der Hunde und Welpen. Alle Hunde, sowohl Rüden als auch Hündinnen, waren freundlich und gingen ganz selbstverständlich miteinander und mit den Welpen um. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung war, ist mir dieses Gefühl bis heute in Erinnerung geblieben.

 

Damals war diese Tatsache für mich genauso normal und selbstverständlich wie für die Hunde. Aus heutiger Sicht weiß ich jedoch, dass dies nicht immer der Fall ist und bin sehr froh, dass wir von Anfang an das Glück hatten, an einen Züchter zu gelangen, bei dem alles so harmonisch und freundlich abgelaufen ist.
 

Wahrscheinlich war dies auch der Grund, warum man dort nicht "einfach so" anrufen konnte um einen Welpen zu bekommen, sondern nur über eine Empfehlung von einem anderen Welpenkäufer, der den Züchtern bereits gut bekannt war.

Nachdem wir unseren Barni nach Hause geholt hatten, hat er vor allem das Leben meines Vaters und mir sehr bereichert. Mein Vater hat ihn jagdlich ausgebildet und geführt und mit ihm viele schöne Stunden auf Ansitzen und Nachsuchen verbracht.

 

Aufgrund seines extrem ausgeglichenen Wesens, hatte mein Vater, der immer sehr auf meine Sicherheit bedacht war, keine Bedenken, mich alleine mit ihm spazieren gehen zu lassen. Er wusste, dass Barni auf mich aufpassen würde und so war es auch. Er war mein bester Freund und immer für mich da. Er war stets freundlich, hat mir aber dennoch zu verstehen gegeben, wenn er zu etwas keine Lust hatte.

Ich konnte ihm nie etwas wirklich befehlen, aber ich konnte ihn nett bitten und meistens hat er es dann getan. Wenn er allerdings vom Toben kaputt war, dann hat er sich seine Auszeit genommen und kam erst wieder, wenn er Lust hatte weiterzumachen. Auf den Spaziergängen hat er nie an der Leine gezogen oder in irgendeiner Art versucht auszunutzen, dass er stärker war als ich. Er war einfach immer an meiner Seite und ist mir überall hin gefolgt. Ich konnte ihn sogar meinen Roller ziehen lassen und er hat jede Anweisung zum Loslaufen oder Stoppen befolgt. Heute frage ich mich wirklich, wie das alles möglich war, schließlich muss man einem Hund Kommandos für gewöhnlich erst einmal beibringen.

Barni hat mich aber einfach verstanden und wusste genau, was ich von ihm wollte und wir hatten eine tolle Zeit zusammen.
Sein Tod war daher besonders schwer für uns alle, zumal er kurz vor Weihnachten verstarb.

(Weitere Info´s und Bilder von Barni)

Wir sprachen daraufhin mit Barni´s Züchtern aus Dänemark, die jedoch gerade keinen Wurf hatten. Allerdings hatten sie einen Welpen aus dem letzten Wurf behalten, der schon 4 Monate alt war. So als hätte er auf uns gewartet, bekamen wir nun unseren Ålflasker Billy, den wir Ben nannten. Und auch er war wieder genau der Hund, den wir alle brauchten. Er tröstete uns mit seiner freundlichen, tapsigen Art und passte sich direkt so in unseren Alltag ein, dass er gar nicht sonderlich auffiel. Er war einfach da, als wäre er es schon immer gewesen. Und auch diesen Umstand kann ich nur rückwirkend als die besondere Fügung sehen, die es wohl war. Er knüpfte genau an dem Punkt an, an dem Barni uns verlassen musste.

 

Mit Ben konnte ich schließlich die ersten Trainingserfahrungen im DRC machen und wusste, dass ich diesen Weg weiter verfolgen wollte. Die Angst, dass sich Ben als Ersthund zurückgesetzt fühlen könnte und die Tatsache, dass ich sicherstellen wollte, dass ich meinen Hund tagsüber nicht alleine lassen musste, war lange der Grund, dass ich mit der Anschaffung eines weiteren Hundes wartete. Als dann mit "Rainbow Soul Eyecatcher", genannt Monty, mein erster offizieller eigener Hund zu uns kam, war es somit auch das erste Mal, dass wir zwei Hunde zusammen hielten. Auch wenn Ben bei meinem Vater schlief und Monty bei mir, waren sie tagsüber immer zusammen. Vor allem auch, weil sie das so wollten. Sie suchten immer die Nähe des anderen und es gab für die beiden nichts Schöneres als sich morgens nach der getrennt verbrachten Nacht zu begrüßen.

Dennoch merkte man, trotz aller Harmonie, wie Monty Ben mit seiner manchmal überschäumenden Energie ganz schön auf die Nerven gehen konnte. Aber auch hier bewies Ben, dass es nahezu unmöglich war, ihn aus der Ruhe zu bringen. Er hatte immer den längeren Atem und am Ende hatte er es geschafft, dass Monty sich beruhigte und er sich wieder in aller Ruhe zum Dösen in die Sonne legen konnte, ohne sich wirklich aufgeregt zu haben.
 

(Weitere Info´s und Bilder von Ben)

 

Nachdem ich gerade erst mit Monty die JP/R abgelegt hatte und weitere Prüfungen anstrebte, kamen leider die nicht so erfreulichen Ergebnisse des HD/ED Röntgens. Die Auswertung enthielt einen Verdacht auf ED Grad 2. Monty´s Züchterin war genauso überrascht wie ich, da aufgrund der Gesundheitsergebnisse aller vorangegangener Generationen damit nicht zu rechnen war.

 

Das darauf folgende CT bestätigte leider nicht nur den Verdacht, sondern führte zu einer Grad 3 Einstufung.

 

Der behandelnde Arzt gab mir zudem eine schlechte Prognose, da er davon ausging, dass Monty bald lahmen würde und daher in den nächsten Wochen operiert werden müsste.

 

Glücklicherweise ist diese Prognose schon einige Jahre her und Monty hat bisher nie gelahmt, vor allem wohl auch, weil wir alle Vorkehrungen getroffen haben, um ihn nicht zu überlasten. Ich wage daher die leise Hoffnung, dass er so vielleicht nie operiert werden muss.

 

Trotzdem mich die Diagnose natürlich sehr getroffen hat, bin ich auch hier der Meinung, dass ich genau den Hund bekommen habe, den ich brauchte. Zwar konnte ich mit ihm nun nicht züchten und auch die Belegung von Prüfungen war nicht so seins, aber durch ihn habe ich wahnsinnig viel lernen dürfen. Vor allem habe ich von ihm gelernt, was wirklich wichtig ist. Nicht die Erfolge, die Titel oder die Anerkennung anderer Menschen, sondern dass man liebt, was man tut und jeden Tag dankbar ist, für das was man hat. Denn viel schlimmer als etwas nicht zu erreichen ist, wenn man erkennen muss, dass man etwas in der Vergangenheit hatte und es nicht zu schätzen gewusst hat.

 

(Weitere Info´s und Bilder von Monty)

 

Lange beschäftigte ich mich nun damit, wie es in Zukunft weitergehen sollte und so kam nach über einem Jahr Vorplanung und der Recherche von Linien und Ahnentafeln "Ennie vom Sandhorster Loog" zu uns. Gerade auch wegen unserer Vorgeschichte hatte die Gesundheit der Linie bei mir oberste Priorität. Dass Ennie´s Vater "Seadivers Black Guinness" zusätzlich zu der guten gesundheitlichen Vererbung noch ein Urenkel von Barni´s Vater war, machte die Sache einfach nur perfekt.

Ennie hat unser Duo zu einem richtigen Rudel gemacht und zeigt den Herren ganz ladylike und charmant, dass sie das sagen hat. Die Rüden haben damit aber auch überhaupt kein Problem.
Sie lieben "ihre Püppi" und so ist sie immer der Mittelpunkt. Sie umsorgt und betüdelt aber nicht nur die beiden Rüden, sondern auch uns und schaut immer zwischendurch nach, ob es auch allen im Haus gut geht.

 

Da Ennie´s Gesundheitsergebnisse glücklicherweise positiv ausgefallen sind, steht dem Oakmore´s A-Wurf nun nichts mehr im Wege.

(Weitere Info´s und Bilder von Ennie)