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Silber-Labrador: Wenn statt der Gesundheit die Farbe Priorität hat

Den Labrador gibt es nur in den Fellfarben schwarz, gelb und braun. Durch gezielte Zucht mit einem mutierten Gen, haben Züchter neue "Modefarben" des Labradors auf den Markt gebracht, weil sie mit diesen einen höheren Profit erzielen können, als mit den Standardfarben. Wobei tatsächlich gar keine neue Farben entstanden sind, sondern eine Verdünnung der ursprünglichen Farben durch das sogenannte Dilute-Gen (engl.: to dilute = verdünnen).


So wird das verdünnte Schwarz "Charcoal" genannt, das verdünnte Gelb "Champagner" und das verdünnte Braun "Silber".


Diese "Farben" werden vom FCI nicht anerkannt, weil sie ein erhöhtes Risiko für die Hunde darstellen, an der Krankheit CDA (Color Dilution Alopecia, also Farbmutantenalopezie) zu erkranken.


Die Werbung mit der "tollen und besonderen Farbe" dieser Hunde, die ausschließlich von Dissidenz-Züchtern, also nicht VDH-Züchtern betrieben wird und die fehlende Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken, führt dazu, dass viele Hundehalter Dauergast beim Tierarzt sind, statt sich eine schöne Zeit mit ihren Hunden machen zu können.


--> Weitere Info´s, warum man einen Welpen vom VDH-Züchter nehmen sollte



Was ist die Farbmutantenalopezie?

Bei dieser Krankheit, die erst ungefähr ab einem Alter des Hunden von etwa 6 Monaten in Erscheinung tritt, kommt es vor allem zu starken Juckreiz, Fellverlust, Hautekzemen und schlecht heilenden Wunden. Das kann soweit gehen, dass der betroffene Hund kein normales Leben mehr führen kann, da er durch das ständige Kratzen permanent unter Stress steht. Dieser Stress führt wiederum zu schlimmen Folgeerkrankungen wie Herz-, Leber- und Nierenschäden, eine Schwächung des Immunsystems und auch eine reduzierte Lebenserwartung kann eintreten.


Außerdem kann das Verhalten der Hunde massiv beeinträchtigt sein. So wurde bereits beobachtet, dass Hunde dieser Modefarben oft unkonzentriert, hyperaktiv und nervös sind, was wiederum dazu führt, dass sie nicht gut lernen können und letztendlich für die Besitzer zu einer großen finanziellen und auch nervlichen Belastung werden, wenn sie sehen, dass ihr Tier jeden Tag leiden muss. Denn diese Krankheit ist nicht heilbar.


Der Hund bekommt lediglich Medikamente um die Symptome abzumildern. Dazu gehören Antibiotika, Kortison, Antihistaminika, Futterumstellungen auf Spezialfutter, regelmäßiges Shampoonieren und vieles mehr. Durch die Schwächung des Immunsystems können außerdem zahlreiche weitere Symptome auftreten, die regelmäßig behandelt werden müssen.



Wie ist das Dilute-Gen beim Labrador entstanden?

Laut der Recherche von Jack Vanderwyk, der 2015 den ersten anerkannten Artikel zu diesem Thema in den USA veröffentlichte, stammen alle Träger dieses Gens aus dem Labrador Kennel "Kellogg" in den USA. Die Familie Kellogg züchtete seit den 1920er Jahren Labradore, die sie mit Pointern kreuzten und später auch einen Labrador/Weimaraner in die Zucht einfließen ließen. Über 40 Jahre experimentierten sie mit dieser Linie weiter bis sie in den frühen 1980er Jahren sogar in die Zuchtbücher des AKC (American Kennel Club) aufgenommen wurde. Aus heutiger Sicht war dies ein riesiger Fehler für die Gesundheit des Labradors, den der AKC inzwischen eingeräumt hat und versucht diesen durch strenge Zuchtauflagen zu relativieren.


Das bedeutet, dass die Deckpartner eines Wurfes genetisch untersucht werden müssen, ob sie ein ganzes intaktes Gen in sich tragen (D/D) oder ob eine Hälfte des Gens mutiert ist (D/d). Ein Labrador, der ein ganzes mutiertes Gen in sich trägt, hat die Kombination d/d und besitzt somit auch die verdünnte Fellfarbe.


Genetisch werden die beiden Genhälften unterschiedlich vererbt. Das intakte Gen ist dominant, das mutierte rezessiv.



Um zu verhindern, dass Welpen mit verdünnter Fellfarbe entstehen, muss also mindestens ein Deckpartner D/D getestet sein. Nur so kann man verhindern, dass weiterhin Hunde an der Farbmutantenalopezie erkranken.
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